Dignity Therapie oder
Würde(zentrierte) Therapie

Die Dignity Therapy, auf Deutsch mit 'Würdetherapie' oder 'Würdezentrierte Therapie' übersetzt, bietet eine einzigartige Möglichkeit, die inspirierenden Erfahrungen in Ihrem Leben hervorzuheben und zu zelebrieren. Zusammen schauen wir zurück, um dem, was noch kommt, Sinn zu geben. Während einer kurzen therapeutischen Erfahrung erarbeiten wir ein Dokument über die Erlebnisse in Ihrem Leben.

Die Dignity Therapy wurde von Prof. Dr. Harvey Chochinov entwickelt, um den psychosozialen, existenziellen und spirituellen Bedürfnissen von Menschen mit Krebsdiagnose zu begegnen, welche sich auf das Lebensende zubewegen. Sie ist auch bei anderen Krankheiten zielführend. Denn die Dignity Therapie verspricht, wieder zu innerem Frieden zu gelangen, wenn an einem Wendepunkt im Leben Zweifel und Sorgen dazu führen, dass Sie sich irritiert und einsam fühlen.

Indem wir gemeinsam eine komprimierte Form vom Besten, was das Leben Ihnen zu bieten hatte, schriftlich festhalten, wird es Ihnen ermöglicht, wieder eine Verbindung zu sich selbst, zu Ihren jetzigen Angehörigen und Ihren zukünftigen Angehörigen, die Sie jetzt vielleicht noch gar nicht kennen, herzustellen.

Eine Dignity Therapy besteht aus drei Sitzungen.

1. In der ersten Sitzung
(ca. 60 Min.) werden Sie und Ihr Angehöriger auf das Gespräch vorbereitet.

2. Bei der zweiten Sitzung (ca. 60 Min.) handelt es sich um ein Interview mit einem erfahrenen Therapeuten, der dazu ermutigt, über Ihre wertvollsten Erfahrungen zu sprechen. Eine Tonaufnahme des Gesprächs wird dann transkribiert und in ein personalisiertes Dokument umgewandelt.

3. Während der dritten Sitzung
(ca. 45 Min.) wird dieses Dokument vorgelesen und besprochen, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, Anpassungen vorzunehmen. Das endgültige Dokument wird Ihnen zugestellt.


In der Forschung wurde überzeugend aufgezeigt, dass Menschen weltweit, ob mit oder ohne klinischem Kontext, von der Dignity Therapy profitieren können, einschliesslich Menschen mit Krebs, Erkrankung der Motorneurone und Pflegeheimbewohner. Die positiven Ergebnisse bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung haben uns motiviert, in der Schweiz auch die Dignity Therapy bei Patienten mit einer beginnenden Demenzerkrankung zu testen.

Dignity Therapy kann dabei helfen: 
  • Gefühle der Angst, Depression oder Schuld zu lindern. 
  • Gefühle der Akzeptanz und Kontrolle zu erhöhen.
  • das Selbstvertrauen und die Orientierung zu stärken.
  • die Beziehungen zu verbessern und Konflikte zu klären
  • Einen Botschaft von Hoffnung und Verbindung weiterzugeben an Nahestehenden.
  • Informationen über die Bedürfnisse, Interessen, und Persönlichkeit festzulegen, indem sie später die Qualität der Behandlung und Pflege verbessern vermögen.
Nutzen Sie die Chance, sich von Ihren eigenen Erfahrungen und Beziehungen neu zu inspirieren.
Die Mitarbeiter der Andreas Weber Stiftung wurden von uns im Herbst 2018 in Dignity Therapy geschult, damals unter den Namen 'Lebensspiegel'.